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Rosellen: Grüne Schulministerin Löhrmann verkennt die Lage beim offenen Ganztag

Dirk Rosellen
Dirk Rosellen
Rhein-Kreis Neuss, 04.05.2017. Die grüne Schulministerin Löhrmann hat jüngst verkündet, dass von den Kommunen rund 13.000 mehr Plätze der offenen Ganztagsschule (OGS) als im laufenden Schuljahr beantragt worden seien. Zudem lobt sie sich dafür, dass die rot-grüne Landesregierung die Finanzierung gestärkt habe. Hierzu erklärt der jugend- und sozialpolitische Sprecher der FDP Kreistagsfraktion im Rhein-Kreis Neuss Dirk Rosellen: „Die Wahlkampfrhetorik der grünen Schulministerin ist mit der Realität in vielen Kommunen nicht in Einklang zu bringen. Für viele Kinder fehlen OGS-Plätze. Auch können die Erhöhungen kaum die Tarifsteigerungen ausgleichen. Der offene Ganztag ist nach wie vor unterfinanziert und es mangelt an verbindlicher Qualität. Nicht umsonst warnen etwa die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtpflege, dass auf dieser Basis ein qualitativ und fachlich angemessenes Angebot nicht vorzuhalten sei."
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Rosellen: Grüne Schulministerin Löhrmann verkennt die Lage beim offenen Ganztag

Dirk Rosellen
Dirk Rosellen
Rhein-Kreis Neuss, 04.05.2017. Die grüne Schulministerin Löhrmann hat jüngst verkündet, dass von den Kommunen rund 13.000 mehr Plätze der offenen Ganztagsschule (OGS) als im laufenden Schuljahr beantragt worden seien. Zudem lobt sie sich dafür, dass die rot-grüne Landesregierung die Finanzierung gestärkt habe. Hierzu erklärt der jugend- und sozialpolitische Sprecher der FDP Kreistagsfraktion im Rhein-Kreis Neuss Dirk Rosellen: „Die Wahlkampfrhetorik der grünen Schulministerin ist mit der Realität in vielen Kommunen nicht in Einklang zu bringen. Für viele Kinder fehlen OGS-Plätze. Auch können die Erhöhungen kaum die Tarifsteigerungen ausgleichen. Der offene Ganztag ist nach wie vor unterfinanziert und es mangelt an verbindlicher Qualität. Nicht umsonst warnen etwa die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtpflege, dass auf dieser Basis ein qualitativ und fachlich angemessenes Angebot nicht vorzuhalten sei.

Die Zahl der OGS-Plätze ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und daher keine Überraschung. Entscheidend ist aber neben der reinen Quantität vor allem die Qualität der OGS-Angebote. Zur Sicherung dieser Qualität bedarf es dringend verbindlicher, im Schulgesetz verankerter Qualitätsstandards zu Personal, Raum- und Sachausstattung. Gegenwärtig unterscheidet sich die Qualität deutlich von Kommune zu Kommune. Die unzureichende Ausfinanzierung führt unter anderem zu hoher Personalfluktuation. Die Forderung der Freien Demokraten nach verbindlichen Qualitätsstandards hat Rot-Grün seit Jahren blockiert, obwohl diese auch von Seiten der Wissenschaft dringend gefordert werden.

Zudem kann die Anzahl der Plätze nicht darüber hinwegtäuschen, dass in vielen Kommunen Ganztagsplätze fehlen. Solange Familien bei OGS-Plätzen weiterhin leer ausgehen, kann man sich nicht wie Frau Löhrmann zurücklehnen. Die FDP fordert einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für diejenigen Eltern, die diesen wünschen. Da sich die grüne Schulministerin auch hier seit Jahren als Blockadeministerin betätigt, ist es umso wichtiger, dass sie die Zahlen zum offenen Ganztag zum nächsten Schuljahr nicht mehr verkünden kann und es in NRW den dringend erforderlichen Politikwechsel gibt.“
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