Kluthausen: NRW muss Spitzenreiter und bundesweites Vorbild in der Schulpolitik werden

Rolf Kluthausen
Rolf Kluthausen
Rhein-Kreis Neuss, 17.07.2017. Die Schulpolitik ist eines der wichtigsten landespolitischen Themenfelder, weil die Zukunft unserer Kinder entscheidend von einer guten Ausbildung als Grundlage für das Erwachsenenleben geprägt wird. Das Ziel muss daher sein, NRW zum Spitzenreiter in der deutschen Bildungspolitik zu machen. Hierzu gehört auch, für jedes Kind die richtige Schule zu finden, die die eigenen Stärken fördert. NRW kann stolz sein auf sein vielfältiges Schulangebot. Wichtig ist aber auch, dass dieses Angebot Akzeptanz findet. Hier haben die letzten sieben Jahre unter der grünen Schulministerin Sylvia Löhrman viel Vertrauen bei den Eltern gekostet. Angefangen von der Umsetzung und Ausgestaltung von G8, über Unterrichtsausfall, Lehrermangel, schlechte Qualität der Schulgebäude, Schließung der Förderschulen bis hin zur Umsetzung der Inklusion.

Nicht nur, aber besonders beim vielleicht öffentlichkeitswirksamsten Schulthema G8/G9 ist nun eine Lösung erforderlich, die dieses verlorene Vertrauen wiederherstellt. Während an manchen Schulen G8 gut funktioniert, ist dies an den meisten Schulen jedoch nicht der Fall. Wir werden deswegen dem eindeutigen Wunsch des überwiegenden Teils der Schüler- und Elternschaft folgen: Als Leitentscheidung wird ab dem Schuljahr 2019/20 an den Gymnasien wieder der neunjährige Bildungsgang G9 eingeführt. Wie auch in unserem Wahlprogramm gefordert, erhalten darüber hinaus alle Gymnasien die Wahlfreiheit beim jetzigen G8-System zu bleiben, was eine zusätzliche Unterstützung durch das Land für diese Schulen mit sich bringen wird, um so eine qualitativ hochwertige Umsetzung sicherzustellen.

Die Qualität der Bildungspolitik hängt aber nicht nur von der Frage G8 oder G9 ab. Schulvielfalt, qualitativ gut ausgestattete Schulen, hervorragend ausgebildete und motivierte Lehrer sowie vor allem auch eine Unterrichtsgarantie sind elementare Punkte, die für eine erstklassige Schulpolitik unabdingbar sind. Mit Grund-, Förder-, Sekundar-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien sowie Berufs- und Weiterbildungskollegs haben wir in NRW ein sehr breit gefächertes Schulangebot. Diese Vielfalt, die Kindern und Jugendlichen ermöglicht, die für sie individuell bestmögliche Schullaufbahn mit vielfältigen Abschluss- und Anschlussmöglichkeiten zu durchlaufen, muss auf jeden Fall erhalten bleiben.

Das betrifft auch gerade ein Thema, für das wir uns als FDP schon seit Jahren auch auf Kreisebene eingesetzt haben, den Erhalt der Förderschulen im Rahmen einer qualitativ hochwertigen Umsetzung der Inklusion. Inklusion wie unter Rot-Grün rein ideologisch geprägt, überstürzt, ohne Qualitätsstandards und ausreichendes Personal umgesetzt, wird den individuellen Wünschen und Bedürfnissen überhaupt nicht gerecht und hat teilweise zu chaotischen Verhältnissen geführt, da die notwendige Unterstützung der Kinder mit Behinderung durch Sonderpädagogen nicht gewährleistet werden konnte. Nicht die Schließung der Förderschulen ist das richtige Ziel, sondern eine echte Wahlfreiheit, die jedem Kind mit Behinderung den eigenen Weg zur gleichberechtigten Teilhabe ermöglicht. Unterricht an der Regelschule mit den notwendigen Unterstützungsangeboten oder an einer Förderschule, beides kann der richtige Weg sein. Gerade die Qualität der individuellen Förderung aller Kinder und Jugendlichen soll deswegen im Zentrum der Anstrengungen stehen. Zum Spitzenreiter wird NRW nicht von heute auf morgen, aber es wir endlich Zeit, dass wir die richtigen Weichen stellen und uns auf den Weg machen.


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