Freie Demokraten im Rhein-Kreis Neuss trauern um Klaus Kinkel

Rhein-Kreis Neuss 05.03.2019. Die Freien Demokraten trauern um ihren ehemaligen Bundesvorsitzenden und Außenminister a.D., Klaus Kinkel. Er starb am Montag im Alter von 82 Jahren. Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, schrieb in einer ersten Reaktion: "Der Tod von Klaus Kinkel geht mir nahe. Er war ein aufrechter und bescheidener Mann mit Charakter, dessen freundschaftlichen Rat ich sehr geschätzt habe. Ich habe ihm viel zu verdanken." Lindner würdigte Kinkels Verdienste um Deutschland und Europa: "Klaus Kinkel verstand sich nie als Parteipolitiker, sondern im besten Sinne des Wortes als Staatsdiener. Er erwarb sich so große Verdienste und hat für unser Land und unsere Partei mehr bewirkt, als öffentlich mitunter wahrgenommen wurde."

Kinkel habe sich "um diese Partei, aber vor allen Dingen auch um unser Land hoch verdient" gemacht. Kinkel verkörperte vieles von dem, was wir brauchen: Vernunft, Offenheit und Toleranz. In diesen gefährlichen Zeiten sei Kinkels Bekenntnis zu Europa und dessen Grundwerten nötiger denn je, zollt er dem starken moralischen Kompass des liberalen Urgesteins seinen Respekt. "Wir verlieren mit ihm einen väterlichen Freund. Er war uns bis in diese Tage ein weiser und bisweilen leidenschaftlicher Ratgeber. Dabei war er immer loyal und diskret. Wir werden ihn sehr vermissen", so Lindner.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, Florian Toncar, ehrte Kinkel im Namen seiner Fraktion. Sie trauere um eine Persönlichkeit, "die unser Land in einer historischen Umbruchphase in Regierungsverantwortung mitgestaltet, die Partei in einer politisch schwierigen Phase geführt und unsere Bundestagsfraktion menschlich und politisch bereichert und geprägt hat wie kaum ein anderer."

Toncar bekräftigte, dass Kinkel auch nach seinem Ausscheiden aus den Regierungsämtern 1998 und seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 2002 insgesamt ein hilfsbereiter, wohlwollend-direkter Ratgeber gewesen ist. "Wir verlieren neben einem herausragenden Politiker einen einzigartigen Menschen, der für viele seiner früheren Kollegen stets auch ein guter Freund geblieben ist und der für viele Jüngere aufgrund seiner Aufgeschlossenheit zu einem besonders verehrten und geschätzten Gesprächspartner wurde. "


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