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Technische Grundlage für Smart City im Kreisausschuss legen

Dirk Rosellen
Dirk Rosellen
Rhein-Kreis Neuss, 27.08.2019. Im nächsten Kreisausschuss steht das Thema "Smart City" auf der Tagesordnung. Die Kreistagsfraktionen von FDP und CDU beantragen in einem gemeinsamen Antrag, auf Basis von Longe Range Wide Area Network ein Konzept für lokale Netzwerke in den Kommunen des Rhein-Kreises als technische und strategische Voraussetzung für einen smarten Rhein-Kreis Neuss zu erarbeiten. "Bereits im Januar haben wir im Kreisausschuss die Entwicklung von Projekten hin zu einem smarten Rhein-Kreis Neuss angeregt. Jetzt bietet sich über ein Förderprogramm von Unity Media die Möglichkeit, die technischen Grundlagen dafür zu schaffen", so Dirk Rosellen, Fraktionsvorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion.
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Technische Grundlage für Smart City im Kreisausschuss legen

Dirk Rosellen
Dirk Rosellen
Rhein-Kreis Neuss, 27.08.2019. Im nächsten Kreisausschuss steht das Thema "Smart City" auf der Tagesordnung. Die Kreistagsfraktionen von FDP und CDU beantragen in einem gemeinsamen Antrag, auf Basis von Longe Range Wide Area Network ein Konzept für lokale Netzwerke in den Kommunen des Rhein-Kreises als technische und strategische Voraussetzung für einen smarten Rhein-Kreis Neuss zu erarbeiten. "Bereits im Januar haben wir im Kreisausschuss die Entwicklung von Projekten hin zu einem smarten Rhein-Kreis Neuss angeregt. Jetzt bietet sich über ein Förderprogramm von Unity Media die Möglichkeit, die technischen Grundlagen dafür zu schaffen", so Dirk Rosellen, Fraktionsvorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion.

„Long Range Radio“ (Langstreckenfunk) ist eine entwickelte Technologie für die drahtlose (Funk-)Datenkommunikation mit großer Reichweite. Die LoRa-Technik bietet demnach technische und wirtschaftliche Vorteile für smart-city/smart-region-Anwendungen, mit der Behörden und/oder Kommunen nachhaltige Dienstleistungen bereitstellen können. Praktisch stellen Kommunen der Fa. Unitymedia Gebäude für die Gateways und Strom zur Verfügung und Unitymedia übernimmt als Dienstleister den Aufbau und Betrieb des Netzes, das aber letztendlich den jeweiligen Kommunen gehört. Die Sensoren müssen, wie auch in allen anderen Fällen, selbst erworben werden. Die Fa. Unitymedia stellt den ersten 50 Kommunen bzw. dem Kreis diese Installation kostenfrei zur Verfügung. Aufgrund der großen Resonanz wird dieses Förderprogramm bis Ende September diesen Jahres begrenzt.

Insgesamt wird die Smart-City-Technologie die Art und Weise, wie Kommunen und Regionen gemanaged werden sowie Behörden und Bürger miteinander interagieren können, komplett verändern. Präzise gesteuerte Straßenbeleuchtung, dezentrale Luftqualitätsmessung, Abfallmanagement, Energieerfassungs- und Steuerungsmanagement, Ampelsteuerung oder exakte Parkplatzsuche sind nur ein paar Beispiele für solche und viele andere Internet of Things-Anwendungen. Cloudbasierte Smart-City-Plattformen erfassen die Daten, analysieren sie, stellen Services bereit und versorgen „die Community“ mit Informationen. Der „Grad einer smart-city/smart-region“ wird ein wesentlicher Standortfaktor für Kommunen und Kreise werden. Und natürlich können auch Stadt- und Kreiswerke sowie andere kommunale oder kreiseigene Betriebe auf dieser Technikbasis arbeiten und unabhängig voneinander ihre Aufgabenstellungen erfüllen. Die Erfahrungen mit diesem Netzwerk können auch für Unternehmen in den Kreiskommunen und im Kreisgebiet interessant sein - beispielsweise aus der Logistikbranche - und einen weiteren Ausbau nach sich ziehen. Die Kooperationsmöglichkeiten und Mehrwerte sind vielfältig. Mit dem Aufbau solcher Netzwerke wird der Rhein-Kreis Neuss nicht nur Akteur in der Kreis- und Stadtentwicklung, sondern auch ein nachhaltiger Akteur in der Digitalisierung sein. "Mit diesem Antrag kommen wir auf dem Weg hin zu einem smarten Kreis ein sehr gutes Stück vorwärts und zeigen, dass der Rhein-Kreis Neuss ein innovativer Standort ist", so Rosellen weiter.
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