Pressemitteilungen vom 08.02.2017:

Rosellen: Qualität bei Inklusion in den Mittelpunkt stellen

Elternverbände werfen der rot-grünen Landesregierung schwere Fehler bei der Umsetzung der Inklusion an Schulen vor. Hierzu erklärt der sozialpolitische Sprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP Kreistagsfraktion Dirk Rosellen: „Wenn Elternverbände, die viele hunderttausende Eltern und Kinder vertreten, deutliche Verschlechterungen der Förderbedingungen beklagen, kann die rot-grüne Landesregierung nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. SPD und Grüne müssen berechtigte Ansprüche auf eine gesicherte Qualität der individuellen Förderung ernst nehmen, anstatt Kritik immer nur als Belästigung abzutun.

Die neuerliche Kritik ist in ähnlicher Form bereits von vielen Verbänden vorgetragen worden und spiegelt eine Vielzahl von Rückmeldungen von Eltern und Schulen wider. Es ist bezeichnend, wie regelmäßig vergleichbare Forderungen nach einer durchdachteren Ausgestaltung der Inklusion und der Sicherung von Qualität bei der Förderung aller Kinder vorgetragen werden. Dabei haben die Elternverbände ihre Forderungen vollkommen zu Recht in den Kontext „Rettung der Idee der Inklusion“ gestellt. Es geht um das „Wie“, nicht um das „Ob“ schulischer Inklusion. Aber selbst nach eigenen Ansprüchen muss es für Rot-Grün mehr als bedenklich sein, wenn Elternvertreter und insbesondere Eltern von Kindern mit Behinderungen beklagen, dass die rot-grüne Umsetzung der Inklusion die Chancen ihrer Kinder verschlechtert, statt sie zu verbessern.

Die Forderungen nach mehr Schwerpunktschulen mit exzellenter Ausstattung, der Sicherung von Wahlmöglichkeiten zwischen allgemeiner Schule und einem erreichbaren Förderschulangebot sowie einer neutralen Elternberatung entsprechen langjährigen Forderungen auch der Freidemokraten. Anstatt tausende allgemeine Schulen mit unzureichenden Ressourcen als Inklusionsschulen zu führen, sollten stattdessen weniger, dafür aber regional ausgewogen und hervorragend ausgestattete Inklusionsschulen qualitativ hochwertige Wahlmöglichkeiten für Eltern sichern. Der ideologisch erzwungene und absehbar weiter voranschreitende Abbau der Förderschulen muss gestoppt werden, weil gerade in ländlichen Regionen durch die Entfernungen Wahlrechte der Eltern schleichend leerzulaufen drohen.“
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